MEDGATE - Schweizer Zentrum f�r Telemedizin MEDGATE www.medgate.ch

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Im Gespräch mit einem Medgate-Oberarzt

TR arbeitet als Oberarzt beim Schweizer Zentrum für Telemedizin MEDGATE.

TR, Sie arbeiten bei Medgate als Oberarzt. Wie sind Sie zum Schweizer Zentrum für Telemedizin MEDGATE gestossen?
«Ich kannte einen der Oberärzte aus meiner vorherigen Stelle am Unispital Basel und habe die Entwicklung von Medgate mit Interesse verfolgt. Nach mehrjähriger Tätigkeit in diversen Spitälern, in denen ich meinen Facharzt für Innere Medizin erworben hatte, wollte ich eine neue Herausforderung annehmen.»

Was gefällt Ihnen bei Medgate besonders?
«Die Arbeit bei Medgate ist intensiv, abwechslungsreich und fordert einen stets aufs Neue. Angenehm ist, dass man hier nach einem arbeitsreichen Tag einen sauberen Schreibtisch hinterlässt. Es bleiben nie Schreibarbeiten liegen. Die ganze Bürokratie, die einem im Spital zunehmend das Leben schwer macht, fällt hier weg. Den Hauptteil der Arbeitszeit verbringt man tatsächlich ganz nah am Patienten. Bei Medgate nimmt man sich für jeden Patienten die nötige Zeit. Zudem habe ich als Oberarzt im Rahmen diverser Projekte sehr guten Einblick in die gesamte gesundheitspolitische Landschaft der Schweiz und kann den Bereich der eHealth sehr aktiv mitgestalten.»

Was ist bei Medgate anders im Vergleich zum Klinikalltag?
«Man entwickelt ein gutes Sensorium dafür, auf die Stimme und Sprache des Patienten zu achten. Da man den Patienten nicht physisch vor sich hat und sich die Beschwerden lediglich beschreiben lassen kann, führt man eine ganz präzise Befragung durch. Diese wichtige Fähigkeit eines Arztes kann hier anhand von internen Weiterbildungen strukturiert vermittelt werden, medizinisch wie auch im Bereich der Kommunikation. Das alles kommt leider im Spital oft schon aus Zeitgründen zu kurz, weil man den wartenden Patienten vor sich hat.»

Was muss man mitbringen, um in einem Telekonsultationszentrum zu arbeiten?
«Sinnvoll ist sicherlich möglichst viel klinische Erfahrung. Das erleichtert einem, sich ein konkretes Bild zu machen, weil man die Patienten nicht mehr physisch vor sich hat. Wir versuchen bei Medgate möglichst viele Spezialgebiete abzudecken, das heisst Mitarbeiter mit unterschiedlichsten klinischen Erfahrungen zu vereinen. Ein heterogener fachlicher Hintergrund erweitert das Gesamtwissen des Ärzteteams: Der eine ist zum Beispiel in der Gynäkologie tätig gewesen, die andere in der Pädiatrie. Das angeeignete klinische Wissen kann so untereinander ausgetauscht und ergänzt werden. Die Kommunikation im Team wird gross geschrieben. Bei der Anstellung wird deshalb auch darauf geachtet, dass die Bewerber teamfähig und gute Zuhörer sind.»

Wie werden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeführt?
«Die neuen Mitarbeitenden bei Medgate erhalten eine strukturierte und fundierte Grundausbildung. Sie besteht anfänglich aus viel Theorie, denn es braucht ein gutes Basiswissen über die Telemedizin, über die juristischen Rahmenbedingungen sowie über die telemedizinischen Standards, denen sich Medgate verpflichtet hat. Diese sind in sogenannten «Best Practices» zusammengefasst. Von Anfang an wird man parallel am Telefon eingeführt, unter Begleitung eines routinierten Teamarztes. Vor der selbstständigen Telekonsultation findet eine mündliche und schriftliche Prüfung statt, in der theoretisches und praktisches Wissen geprüft werden. Die Teamarbeit ist, wie bereits erwähnt, sehr wichtig. Es wird bei der Arbeitsplanung immer darauf geachtet, dass erfahrene Medgate-Ärzte präsent sind, um die neuen Mitarbeitenden zu unterstützen. Ausserdem ist rund um die Uhr ein Dienst-Oberarzt erreichbar.»

Wie würden Sie die Arbeitsatmosphäre bei Medgate beschreiben?
«Es ist auf allen Ebenen spürbar, dass Medgate ein junges und innovatives Unternehmen ist. Die Mitarbeitenden und Vorgesetzten sind motiviert und haben einen modernen, unkomplizierten Umgang. Die Hierarchien sind flach, es wird eine Du-Kultur gelebt. Mit Kritik wird offen umgegangen nach dem Motto "aus Fehlern lernen ohne persönliche Angriffe", was die Arbeit sehr angenehm macht. Eine enge Kooperation unter den einzelnen Berufsgruppen ist die Basis unseres Erfolgs.»

Wie profitiert man bei Medgate für seinen beruflichen Werdegang?
«Bei Medgate haben wir als anerkannte FMH-Weiterbildungsstätte (anerkannt werden sechs Monate im Rahmen der Allgemeinmedizin) den grossen Vorteil, den Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildungen strukturierte Anamnesefähigkeiten, die Basis für jede Triage, beizubringen. Ausserdem können Zusatzkenntnisse in Fachbereichen angeeignet werden, in denen man bisher nicht gearbeitet hat. Für erfahrene Kollegen besteht die Möglichkeit, einen völlig anderen Bereich der Medizin an der Schnittstelle zu Politik, Wirtschaft und Informationstechnologie kennen- und gestalten zu lernen. Oberärzten wird die Chance gegeben, Management-Ausbildung und -Erfahrung zu erhalten. Medgate bietet grosse Entwicklungsmöglichkeiten, denn die Telemedizin ist eine vergleichsweise junge Disziplin und wird das Schweizer Gesundheitswesen der Zukunft entscheidend mitprägen.»

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