Im Gespräch mit einer Medgate-Teamärztin
JN arbeitet als Teamärztin beim Schweizer Zentrum für Telemedizin MEDGATE.
Sie arbeiten als Teamärztin bei Medgate. Was genau versteht man darunter?
«Als Teamärzte werden bei Medgate Ärzte bezeichnet, die eine abgeschlossene Facharztausbildung absolviert haben (FMH-Titel) oder über eine langjährige Berufserfahrung in der Telemedizin verfügen, aber nicht als Oberärzte eingestellt sind. Es ist also eine Art Zwischenstatus zwischen Oberarzt und Assistenzarzt.»
Was hat Sie bewogen, nach Abschluss Ihrer Facharztausbildung bei Medgate als Teamärztin zu arbeiten?
«Nach Erlangen des Facharztstatus bot sich mir die Möglichkeit, weiterhin im Spital als Oberärztin zu arbeiten, oder alternativ bei Medgate als Teamärztin, mit der Option, später auch dort Oberärztin zu werden.
Für Medgate habe ich mich zum einen entschieden, da die Arbeitszeiten erheblich flexibler sind als im Spital, auch wenn ab und zu Wochenend- und Nachtdienste geleistet werden müssen. Angenehm ist zudem, dass man bei Medgate problemlos Teilzeit arbeiten kann. Ich persönlich arbeite im Moment 60 Prozent. Zum anderen ist Medgate ein junges, innovatives Unternehmen, in dem man sich als junge Fachärztin in vielfältiger Weise einbringen und weiterentwickeln kann. Da das Unternehmen in den letzten Jahren stark gewachsen ist, gilt es, viele Strukturen neu zu organisieren. Hier kann man – oft anders als in alt eingefahrenen Spitalstrukturen – seine Ideen einbringen und umsetzen.»
Können Sie hierfür ein Beispiel nennen?
«Da bei Medgate Ärzte mit sehr unterschiedlichen Ausbildungen und sehr unterschiedlicher klinischer Erfahrung arbeiten, ist zum Beispiel das Gebiet der betriebsinternen Aus- und Weiterbildung im Moment in der Neustrukturierung. Hier werden die vorhandenen Fachärzte der verschiedenen Disziplinen eingebunden, um ein möglichst umfassendes Aus- und Weiterbildungskonzept zunächst für die eigenen Mitarbeiter zu entwickeln.»
Wie wichtig sind bei Medgate Fremdsprachenkenntnisse?
«Da Medgate ein weltweit operierendes Unternehmen ist, sind Fremdsprachenkenntnisse sehr wichtig. Pflicht sind Deutsch und Französisch, Englisch ist in der Medizin heutzutage ohnehin unverzichtbar. Italienisch und Spanisch sind wünschenswert. Je mehr Sprachen ein Mitarbeiter spricht, umso besser (dies spiegelt sich dann auch im Lohn wieder).»
Wie würden Sie die Arbeitsatmosphäre bei Medgate beschreiben?
«Die Arbeitsatmosphäre bei Medgate ist sehr kollegial, der Umgangston freundlich. Auch bei Medgate gibt es, wie in jedem Unternehmen, eine gewisse hierarchische Gliederung. Diese dient aber in erster Linie der Organisation des Gesamtunternehmens.»
Haben Sie es nie bereut, der Klinik mit unmittelbarem Patientenkontakt den Rücken gekehrt zu haben?
«Ich bin selbst überrascht, wie nah man trotz des fehlenden Körperkontaktes am Patienten arbeitet. Für mich als Internistin ist im Spital natürlich die Visite und das Gespräch mit dem Patienten der zentrale Punkt meiner Arbeit gewesen. Bei Medgate geniesse ich es, mehr Zeit für den einzelnen Patienten zu haben. Fragen zu speziellen Krankheitsbildern oder Untersuchungsergebnissen können in Ruhe mit dem Patienten, nach seinen individuellen Bedürfnissen, besprochen werden – ohne durch einen Pager gestört zu werden. So kann man viel besser auf die Unsicherheiten und Ängste des einzelnen eingehen und vor allem bei chronischen Krankheiten die Mitarbeit des Patienten fördern. Ausserdem habe ich festgestellt, dass sehr viele Patienten erleichtert sind, wenn sie erfahren, dass sie sich jederzeit, wenn ein Problem auftritt, bei uns melden können. Dies gibt den Patienten einen Rückhalt, der sie zum Beispiel im Umgang mit ihren chronischen Erkrankungen sicherer werden lässt.»
Was nimmt man bei Medgate für seinen beruflichen Werdegang mit?
«Bei Medgate bekommt man als Arzt die Möglichkeit, in ein Unternehmen des Gesundheitswesens Einblick zu erhalten, ohne nur noch Verwaltungsaufgaben zu erledigen. Durch die globale Ausrichtung des Unternehmens lernt man ausserdem Abläufe in anderen Gesundheitssystemen kennen, was für das weitere Berufsleben sehr nützlich sein kann.»
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