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Newsletter Nr. 1 vom 04.01.2008

Feinstaub

Aktuell liegt vor allem das Mittelland unter einer Nebelglocke, während in der Höhe prachtvolles Winterwetter mit viel Sonnenschein herrscht. Die Luftschichten werden kaum durchmischt. Diese Wetterlage ist natürlich für Urlauber in den Bergen perfekt, für die Daheimgebliebenen unter dem Nebel ist die Situation anders: Einerseits drückt das düstere Wetter auf die Stimmung und zweitens sammelt sich Feinstaub unter dem Nebel. Feinstaub ist ein Schadstoff in der Luft, welcher bei Verbrennungsprozessen entsteht. Gerade im Winter steigt die Belastung oftmals an, weil überall Heizungen in Betrieb sind. Eine weitere Quelle ist natürlich der Strassenverkehr. Es handelt sich um kleinste Partikel, die nur einige Tausendstel-Millimeter gross sind und deswegen bis in die feinsten Lungenverästelungen vordringen können. Damit erklären sich auch die gesundheitlichen Probleme des Feinstaubs: Husten, Entzündungen der Atemwege, vermehrte Asthmaanfälle und ähnliches. Die Folgen sind v ermehrte Arztbesuche, Notfallkonsultationen und Hospitalisationen sowie eine zusätzliche Belastung von bereits vorgeschädigten Lungen bei chronisch Lungenkranken. Die Feinstaubpartikel sind so klein, dass sie auch via Lungengewebe in die Blut- und Lymphbahnen gelangen können. Die Auswirkungen in diesem Gebiet sind noch wenig erforscht, man geht aber davon aus, dass neben der Lunge auch das Herz-Kreislaufsystem durch den Feinstaub in Mitleidenschaft gezogen wird.

Dem Feinstaub zu entkommen ist nicht ganz einfach. An sich sollte man die Nebelglocke hinter sich lassen und in die Berge fliehen. Dies ist natürlich nicht für jedermann ohne Weiteres möglich, sodass der Einzelne eigentlich nur beschränkt zur Besserung beitragen kann, indem z.B. auf unnötige Autofahrten verzichtet oder die Ölheizung im Haus runtergedreht wird. Eine Auflistung der eigenen Möglichkeiten zur Schadstoffreduktion findet sich hier: Bundesamt für Umwelt / Luftverschmutung

Eine nachhaltige Senkung der Feinstaubbelastung bedingt eine langfristige Planung und Umsetzung von verschiedenen Massnahmen, die national und international koordiniert werden müssen.

Weitere Informationen:

http://www.bafu.admin.ch/luft/00575/00578/index.html?lang=de