Infektionswellen und Engpässe in den Vor-Ort-Strukturen führen zu Behandlungsrekord beim Telemedizin-Unternehmen Medgate

Über die Weihnachtsferien und Anfang Jahr ersuchten rund 60‘000 Patientinnen und Patienten die Leistungen des Medgate-Ärzteteams und des auf Pädiatrie spezialisierten Kids-Line-Teams. Das sind so viele wie noch nie. Medgate steht allen in der Schweiz Krankenversicherten offen. Im Schnitt kann Medgate 50 Prozent der Erwachsenen und 60 Prozent der Kinder abschliessend am Telefon behandeln. Da es in diesen Fällen keinen physischen Arztbesuch braucht, können die Vor-Ort-Strukturen so spürbar entlastet werden.
In Kürze
- Behandlungsrekord bei Medgate: Über die Weihnachtsferien und Anfang Jahr ersuchten 59‘600 Patientinnen und Patienten die Leistungen des Medgate-Ärzteteams und des auf Pädiatrie spezialisierten Kids-Line-Teams (+49 % ggü. Vorjahr).
- Die starke Zunahme der Behandlungen liegt einerseits an der Stärke der Grippewelle sowie an der zeitlichen Überlappung von Weihnachtsferien und Grippewelle und andererseits an erhöhten Kapazitäten im Ärzteteam von Medgate.
- Medgate ist längst nicht mehr nur für die Patientinnen und Patienten von Partner-Versicherern da: Das Medgate-Ärzteteam kann alle in der Schweiz Krankenversicherten behandeln, die Leistungen werden analog zum Besuch in einer Arztpraxis über die Grundversicherung abgerechnet.
- Medgate kann einen Grossteil der Anrufenden am Telefon so behandeln, dass sie keinen physischen Arztbesuch benötigen: Bei den Erwachsenen kann das Medgate-Ärzteteam im Schnitt 50 Prozent der Fälle abschliessend am Telefon behandeln. Bei den Kindern kann das Kids-Line-Team sogar 60 Prozent der Fälle abschliessend behandeln.
Die Zahl der Telekonsultationen – Arztkonsultationen oder Kids-Line-Beratungen am Telefon oder via App – steigt bei Medgate seit Jahren an und erreichte im Zeitraum vom Beginn der Weihnachtsferien bis Mitte Januar 2026 (20.12.2025–15.1.2026) einen historischen Höchststand: 59‘600 Telekonsultationen wurden durch das Medgate-Team durchgeführt. Dies entspricht einer Zunahme von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Patientinnen und Patienten wurden grösstenteils telefonisch betreut, in 990 Fällen wurden Video-Calls eingesetzt und gut 6700 Mal wurde der medizinische Ärztechat in der Medgate App genutzt. Das Kids-Line-Team, zu dem neben Ärztinnen und Ärzten auch erfahrene pädiatrische Pflegefachpersonen gehören, behandelte 8200 Anrufe auf der Telefonlinie für Kinder- und Jugendnotfälle.
Die starke Zunahme der telemedizinischen Behandlungen lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen: Wenn Haus- und Kinderarztpraxen geschlossen sind, ist das 24/7-verfügbare telemedizinische Ärztezentrum von Medgate besonders gefragt, da es neben Notfallstationen und Permanencen eine der wenigen verfügbaren Anlaufstellen ist. In der Erkältungs- und Grippesaison verzeichnet Medgate jedes Jahr eine sehr hohe Nachfrage. Diesen Winter ist die Grippewelle besonders stark, sie kam sehr früh und überlappte zeitlich mit den Weihnachtsferien. Neben dem erhöhten Bedarf der Patientinnen und Patienten spielen auch die Kapazitäten bei Medgate eine Rolle. «Wir konnten unser Ärzteteam im vergangenen Jahr weiter aufbauen, haben dadurch Kapazität für mehr Patientinnen und Patienten pro Tag und können so dem grösser werdenden Patientenvolumen begegnen», sagt Medgate-Schweiz-Chefin Dr. Claudine Blaser.
Kurzfristige Nachfrage-Spitzen werden durch spontan einspringende Ärztinnen und Ärzte bestmöglich abgefedert
Das Patientenvolumen lässt sich im Vorfeld auch mit 25 Jahren Erfahrung nicht genau vorausplanen. Insbesondere kurzfristige Spitzen sind nur schwer vorauszusehen. «Wir nutzen die Zahlen der Vorjahre als Planungsgrundlage und beobachten sehr genau, wie sich die schweizweiten Infektionszahlen jeweils entwickeln», sagt Claudine Blaser.
Bei Medgate rufen derzeit sehr viele Patientinnen und Patienten aufgrund von Atemwegsinfekten an. «Da es immer wieder kurzfristig zu grossem Andrang kommen kann, sind wir enorm dankbar, dass unsere Ärztinnen und Ärzte auf unsere Ad-hoc-Aufrufe reagieren, spontan einspringen und die diensthabenden Kolleginnen und Kollegen temporär unterstützen», sagt Claudine Blaser. In Spitzenzeiten behandeln bis zu 65 Ärztinnen und Ärzte gleichzeitig die Patientinnen und Patienten von Medgate.
Telemedizin findet längst nicht mehr nur in Versicherungsmodellen Anwendung
Als Medgate vor über 25 Jahren in Basel als unabhängiges telemedizinisches Ärztezentrum gegründet wurde, waren die medizinischen Dienstleistungen zunächst nur für Kundinnen und Kunden bestimmter Krankenversicherer zugänglich. Heute ist Medgate ein schweizweit anerkannter Gesundheitsdienstleister und steht allen Versicherten der Schweiz zur Verfügung. Seit 2019 unterstützt das Medgate-Ärzteteam eine zunehmende Anzahl kantonaler Notdienstlinien, seit 2021 betreut Medgate die Kids Line und findet so längst nicht mehr nur im Kontext von Telmed-Versicherungsmodellen Anwendung: Das Telemedizin-Unternehmen ist heute Teil der schweizweiten Notfallversorgung. «Die starke Nachfrage zeigt uns, wie wichtig qualitativ hochstehende Telemedizin für die Schweiz ist – insbesondere auch in der Notfallversorgung», sagt Claudine Blaser.
Im Rahmen der kantonalen Notdienstlinien und der Kids Line weist Medgate diejenigen Patientinnen und Patienten, die ihre Symptome physisch einem Arzt oder einer Ärztin zeigen müssen, entsprechend der medizinischen Dringlichkeit in die Vor-Ort-Strukturen. Das eingespielte Zusammenwirken von Telemedizin und der physischen Strukturen vor Ort wurde Anfang Jahr bei der Betreuung der Notdienstlinie im Kanton Wallis herausgefordert, wie Dr. med. Yalda Sörensen, Director Medical Operation bei Medgate sagt: «Das Grossereignis in Crans-Montana hat die Walliser Spitäler an ihre Leistungsgrenze gebracht. Am 1. Januar 2026 konnten unsere Ärztinnen und Ärzte deshalb keine Patientinnen und Patienten mehr für Vor-Ort-Untersuchungen in die lokalen Strukturen einweisen.» Am Mittag erfolgte eine gewisse Entspannung, als in den Lokalmedien darauf hingewiesen wurde, dass die Permanence in Conthey Patientinnen und Patienten behandeln könne.
Rund um die Uhr und ortsunabhängig verfügbare, qualitativ hochstehende Telemedizin bringt Entlastung für die Vor-Ort-Notfallstrukturen
Im Kontext des zunehmenden Kinder- und Hausärztemangels etabliert sich die Telemedizin, die rund um die Uhr und ortsunabhängig verfügbar ist, mehr und mehr zu einer unverzichtbaren Ergänzung der lokalen Grund- und Notfallversorgung. Medgate betreut erwachsene Patientinnen und Patienten durch Ärztinnen und Ärzte, die Mehrzahl von ihnen Fachärztinnen und Fachärzte, die speziell auf die Behandlung auf Distanz ausgebildet sind. Mit der Kids Line bietet Medgate in Kooperation mit Schweizer Kinderspitälern eine spezialisierte Versorgung für Kinder- und Jugendnotfälle.
Um die stark beanspruchten Notfall-Strukturen vor Ort effektiv zu entlasten, sei ein grosser Anteil fallabschliessender Telekonsultationen wichtig, sagt Claudine Blaser. «Mit unserem bestens ausgebildeten medizinischen Team sind wir in der Lage, die Anrufenden nicht bloss in die richtigen Vor-Ort-Strukturen zu lenken, sondern einen Grossteil am Telefon so zu behandeln, dass sie keinen physischen Arztbesuch benötigen.» Bei den Erwachsenen kann das Medgate-Ärzteteam im Schnitt 50 Prozent der Fälle abschliessend am Telefon behandeln – ein physischer Arztbesuch ist nicht notwendig. Bei den Kindern kann das Kids-Line-Team sogar 60 Prozent der Fälle abschliessend behandeln.
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