Asthma

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Einleitung

Bei Asthma – genauer Asthma bronchiale genannt – sind die Schleimhäute der Atemwege chronisch entzündet – insbesondere die der Bronchien. Bronchien und Bronchiolen bilden gemeinsam mit der Luftröhre die Atemwege. Bestimmte Reize verengen bei Asthmatikern die Atemwege – die Folge ist häufig eine anfallartige Atemnot, die besonders morgens und nachts auftritt. Wird das Asthma nicht behandelt, kann sich die Funktionsfähigkeit der Lunge nachhaltig verschlechtern, da sich die Atemwege dauerhaft verengen können.

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern. Jungen leiden häufiger an Asthma als Mädchen. Auslöser für Asthma können Allergien, Infektionen der oberen Atemwege, Anstrengung, psychische Belastung, Kälte, Medikamente oder verunreinigte Luft sein.


Symptome

Betroffene erleben Asthma unterschiedlich intensiv. Da die Schleimhäute der Bronchien aufgrund von Reizungen entzündet sind, produzieren sie übermässig viel Schleim. Der Schleim, die Anschwellung der Schleimhäute und der Bronchospasmus (die Verkrampfung der Muskulatur der Atemwege) verengen die Atemwege und erschweren die Atmung, insbesondere die Ausatmung. Häufige Asthma-Symptome sind Atemnot oder Kurzatmigkeit (vor allem morgens und nachts und nach körperlicher Anstrengung), pfeifendes Ausatmen, Reizhusten oder ein Engegefühl in der Brust. Ein akuter Asthma-Anfall wird durch eine plötzliche Verengung der Atemwege ausgelöst, die von schwerer Atemnot und einem starken Engegefühl in der Brust begleitet werden. Ein Anfall kann kurz sein, aber auch bis zu mehreren Stunden dauern.


Verlauf

Der Verlauf einer Asthmaerkrankung hängt von der individuellen Therapie ab. Die Prognose eines Asthmas bronchiale bei Kindern ist in der Regel gut. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt, hat jedes dritte Kind die Chance, als Erwachsener beschwerdefrei zu sein. Allerdings bleiben die Atemwege ein Leben lang anfällig.


Ursachen

Asthma bronchiale kann vielfältige Ursachen haben. Fachpersonen unterteilen die Ursachen in drei Kategorien:

  • Allergische Auslöser: Es liegt eine allergische Reaktion vor (zum Beispiel auf Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilzsporen). In vielen Fällen spielt hierbei auch eine erbliche Veranlagung eine Rolle.
  • Nicht-allergische Auslöser: Atemwegsinfektionen, bestimmte Medikamente, Luftschadstoffe (Abgase oder Tabakrauch), kalte und trockene Luft, Stress und psychische Einflüsse oder eine körperliche Anstrengung.
  • Mischform: Allergische und nicht-allergische Auslöser sind gemeinsam die Ursache für das Asthma bronchiale.

Tritt Asthma erst im Erwachsenenalter auf, sind in den meisten Fällen Allergien nicht die Auslöser.


Diagnose

In vielen Fällen erstellt eine Ärztin oder ein Arzt bereits aufgrund der charakteristischen Beschwerden eine Diagnose. Beim Abhören sind typische Lungengeräusche wie Pfeifen oder Brummen bei der Atmung hörbar. Fragen nach Beschwerden bei körperlicher Arbeit, Belastungsfaktoren im Beruf oder familiäre Erkrankungen unterstützen die Diagnosestellung.

In einem weiteren Schritt helfen Lungenfunktionstests, Allergietests der Haut oder sogenannte Provokationstests (Betroffene atmen unter ärztlicher Aufsicht verdächtige Allergene ein), um weitere Atemwegs- und Lungenkrankheiten wie etwa Bronchitis, Keuchhusten, COPD oder Mukoviszidose auszuschliessen.


Behandlung/Therapie

Asthma ist schlecht heilbar, kann aber meist sehr gut behandelt werden. Betroffene können mit einer guten Asthmakontrolle normalen Alltagsaktivitäten nachgehen, Sport treiben und haben die gleiche Lebenserwartung wie gesunde Menschen. In einem ersten Schritt sollten Asthmatiker die auslösenden Stoffe meiden. Ausserdem helfen Medikamente (bronchienerweiternde oder entzündungshemmende Präparate), das Asthma zu kontrollieren. Eine Therapie basiert jedoch nicht nur auf der Einnahme von Medikamenten – ebenso wichtig ist es für Betroffene, zusätzliche Verhaltensmassnahmen einzuhalten:

  • Nicht Rauchen
  • Regelmässig Sport treiben
  • Wenn nötig, Körpergewicht normalisieren
  • Eventuelle Atem- und Physiotherapie

Eine Grippeinfektion kann ein Asthma bronchiale verschlimmern. Betroffene mit mittelschwerem und schwerem Asthma sollten sich deshalb gegen Grippe impfen lassen.


Prävention

Wichtige Auslöser für ein Asthma bronchiale oder akute Asthmaanfälle sind Tabakrauch, Pollen, Milben, Schimmelpilze, Bakterien, Viren oder Autoabgase. Bei einem allergischen Asthma ist es wichtig, die auslösenden Stoffe in der Luft zu meiden. Manchmal muss auch auf Nahrungsmittelallergien geachtet werden. Trockene Raumluft ist ein zusätzlicher Reizfaktor für die Bronchien. Deshalb sollten Betroffene stets für angemessene Luftfeuchtigkeit sorgen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Dank der Flüssigkeit kann der Schleim in den Atemwegen besser abfliessen.

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