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Newsletter 3 vom 10.03.2008

Zecken und FSME-Impfung

Bald ist es wieder soweit, die Zecken erwachen im Frühling zu neuem Leben und werden sich an uns Menschen heranmachen. Zecken sind Spinnentiere und kommen in den unteren Lagen unseres Landes eigentlich überall vor. Im Grunde wären es harmlose Tierchen, die sich nur ein paar Tropfen Blut sichern wollen. Unglücklicherweise tragen sie Krankheitserreger in sich, die sie durch ihren Stich weitergeben können. Einerseits handelt es sich um die sogenannte Borreliose, verursacht durch ein Bakterium. Die Diagnose kann schwierig sein, weil die Symptome zu Beginn vielmals diskret und unspezifisch sind. Sicher ist nur der rote Ring oder Fleck um die Einstichstelle, der 1-6 Wochen nach dem Stich auftritt. Dann ist der Gang zum Arzt notwendig. Die Behandlung hingegen ist einfach, es genügen einige Tage Antibiotika.

Andererseits übertragen Zecken in bestimmten Gebieten unseres Landes - so genannten Endemiegebieten - das FSME-Virus. FSME bedeutet Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, sie kann aber zu jeder Jahreszeit nach einem Zeckenstich auftreten. Die FSME tritt 7-14 Tage nach dem Stich auf und ist charakterisiert durch grippeartige Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Diese Symptome verschwinden jedoch wieder und bei den meisten Personen ist die Krankheit damit überstanden. Wahrscheinlich hinterlässt die Erkrankung eine lebenslange Immunität. Bei einigen geht sie aber in eine zweite Phase über, der eigentlichen Meningo-Enzephalitis. Es handelt sich um einen Befall des Hirns und der Hirnhäute, welche sich entzünden und starke Kopfschmerzen, Lichtscheu, Konzentrations-, Sprech- und Gehstörungen verursachen. Vor allem ältere Patienten sind betroffen und es können Lähmungen und andere neurologische Defizite zurückbleiben. Bei einigen wenigen Patienten endet die Krankheit tödlich. Kinder ma chen praktisch nie schwere Verläufe durch, weswegen die Impfung unter sechs Jahren nicht notwendig ist.

Nach einem Stich dauert es einige Stunden, bis die Erreger übertragen werden. Deshalb ist ein minutiöses Absuchen der Haut nach einem Aufenthalt in Feld, Wald und Wiese und die sofortige Entfernung allfälliger Zecken die beste und einfachste Vorbeugung!

Da die Fälle von FSME in den letzten Jahren stark zugenommen haben, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit BAG mittlerweile die Impfung allen Personen über sechs Jahren, die in einem Endemiegebiet wohnen und sich in der freien Natur aufhalten. Insgesamt sind drei Injektionen notwendig. Die ersten zwei Spritzen werden im Abstand von einem Monat verabreicht, die dritte nach einem Jahr. Anschliessend ist man zehn Jahre geschützt. Es wird empfohlen, die Impfung vor dem Beginn der Zeckensaison im Frühling vorzunehmen. Sie kann aber jederzeit verabreicht werden.

Eine kostenlose Impfberatung erhalten Sie von den Medgate-Ärzten unter der Telefonnummer 0844 448 448. Das Schweizer Zentrum für Telemedizin MEDGATE betreibt die Hotline im Auftrag des BAG. Wer also in einem Endemiegebiet lebt, sollte sich jetzt telefonisch beraten lassen und sich anschliessend beim Hausarzt melden, der die Impfung vornehmen wird.

Weitere Informationen:

Bundesamt für Gesundheit - FSME-Website: http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01069/index.html?lang=de
Informative Website: www.zecken.ch